Gestern war ich in der “großen Stadt” – für mich Dorfbewohner ist das nicht mehr London, Berlin, Paris oder New York, sondern München. Sorry, aber so ist es. Ich liebe dieses Stadt!
Und statt Wasserrauschen, Baden im See, Grün ohne Ende hatte ich gestern einen Tag Sommer, Hitze, Asphalt.

Ich saß in einem Straßencafe im Glockenbachviertel, aß einen großen Salat mit Ziegenkäse und ließ mich beraten, wie ich diesen Blog besser in meine Website einfügen kann. Die Beratung war klasse, der Blog wird demnächst eingefügt.
Und er hat dann eine andere Adresse – aber die gebe ich noch bekannt!

Zurück nach München und dem Café: Immer, wenn mir mein Berater ein Beispiel für einen Blog-Titel geben wollte, verwendete er den Fantasietitel “Langweilige Bücher”. Ich fand das toll. Was für ein genialer Titel! (more…)

Vor einigen Tagen tauchte auf Facebook ein alter Freund von mir auf. Wir hatten seit vielen Jahren nichts voneinander gehört und ich war mir nicht sicher, ob ich ihn noch einmal in meinem Leben sehen würde. In meinem Alter fragt man sich über Freunde, von denen man lange nichts gehört hat, ganz selbstverständlich: Ob er noch lebt?

Doch nun weiß ich, er lebt noch, und auf seinem Foto bei Facebook sieht er genauso aus wie damals.
Dann schaue ich genauer hin und sehe: Das Foto ist ja auch von damals, irgendwo in Kabul oder in einer indischen Bude am Straßenrand aufgenommen, mit koloriertem Hintergrund. Ich kenne es sogar noch. Ein ganz ähnliches muss es irgendwo auch von mir geben.
Als mein alter Freund Richie also wieder auftauchte, hatte ich gerade Just Kids von Patti Smith gelesen, ein Buch, auf das ich mich besonders gefreut hatte, und ich wunderte mich deshalb gar nicht über diese Zeitreise in die Vergangenheit – genauer gesagt in meine Vergangenheit. (more…)

Der Bücherstapel neben meinem Bett wird nie kleiner. Ich lese ein, zwei Bücher und sofort kommen neue dazu. Das ist wie eine Art Vorratshaltung für den Bookaholic in mir – ich horte Bücher, um nie ohne Lesestoff zu sein. Und manchmal horte ich bestimmte Bücher, um den Augenblick, wo ich sie öffne und zu lesen anfange, noch etwas hinauszuzögern.
Manche Bücher von manchen Autoren sind so viel versprechend, dass ich um sie herumschleiche wie um ein Stück Schokoladentorte, von dem ich genau weiß: Wenn ich den ersten Bissen nehme, bin ich verloren! (more…)

Der “Cliffhanger” am Ende meines letzten Eintrags verlangt eigentlich, dass jetzt der 2. Teil zum Thema Krimis kommt. Aber wie die Überschrift schon andeutet, steht etwas ganz anderes auf meiner Liste. Ich will nämlich mein Wohn-Schlaf-Buchzimmer aufräumen und da gibt es zuerst andere Stapel abzuarbeiten. Die Krimifans dürfen noch warten, und spannend wird dieser Eintrag sicher auch!
Allein schon die Vorstellung, dass ich vorhabe, die sieben oben genannten Autoren unter einen Hut zu bringen, kann Schweißausbrüche erzeugen. (Wie wird sie’s schaffen? Tja, das weiß ich selbst noch nicht, deshalb fang ich einfach mal an!).

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Seit Wochen liegt das Buch von Don Winslow, Frankie Machine,  auf meinem Treppenabsatz, damit ich nicht vergesse, es in einem Blog zu erwähnen. Gekauft habe ich es auf jener Berlinreise, auf der auch die Idee zu diesem Blog entstand. Alle anderen Bücher aus jener Zeit sind inzwischen hier besprochen worden. Paula Fox, Kim Edwards, A. M. Homes, Curtis Sittenfeld – sie alle wurden schon längst bedacht, nur Don Winslow blieb unerwähnt.
Dabei hätte sein Roman Frankie Machine so gut zu den Büchern dieser Frauen gepasst!
Wo Curtis Sittenfeld in ihren beiden ersten Büchern endlos (und trotz der banalen Geschichte erstaunlich kurzweilig) über das Leben und Leiden einer College-Absolventin in den USA berichtet, tut Don Winslow genau dasselbe mit seinem Protagonisten. Nur geht es dieses Mal nicht um die Freuden und Leiden von Schülern, sondern um das Gangstermilieu. (more…)

Was mache ich eigentlich mit den vielen gekauften Büchern, nachdem ich sie gelesen (oder beiseite gelegt) habe?
Vor vielen Jahren habe ich in Hamburg ein paar Monate lang in der Altenpflege gearbeitet. Da fuhr ich täglich mit der Bahn in Wohnungen, in denen jeweils ein einzelner, alter Mensch lebte, der schon auf mich wartete oder dem ich jedes Mal auf neue erklären musste, wer ich war.
Die meisten von ihnen habe ich vergessen. Ehrlich gesagt alle von ihnen – bis auf Frau G., die in der Nähe von Hagenbecks Tierpark wohnte. Wenn ich zu ihr kam, stand immer schon der Kaffee bereit und ich bekam erzählt, wie es vor dem Krieg war. Den Kaffeetisch mit seinen zwei Stühlen erreichten wir durch gewundene Gänge, ähnlich den heutigen Kornlabyrinthen, mit denen manche Bauern ihr Einkommen aufbessern.

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Neben meinem Bett stapeln sich die Bücher turmhoch und warten (nie sehr lange) darauf, gelesen zu werden. Wenn ich an einen neuen Ort komme, finde ich zuerst heraus, ob und wo es einen ordentlichen Buchladen gibt (und ein Café, in dem man schreiben & lesen kann). Bei amazon bin ich Stammkunde, aber auch die Buchhändler im Nachbarort und die Bibliothekarinnen unserer Bücherhalle kennen mich gut. Ich weiß, dass es in Hannover und Bielefeld eine richtig gute Bahnhofsbuchhandlung gibt, während die in München so verwirrend sortiert ist, dass ich nur selten etwas finde, das mir gefällt. Ohne Bücher wäre ich ein anderer Mensch – was für einer, kann ich mir nicht vorstellen. (more…)

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